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Till Christofzik
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Themenbereich Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Ungleichheit spaltet das soziale Gefüge

Ungleichheit lässt sich in Deutschland vielfach feststellen. Sie wird sichtbar an der Lebenssituation von Menschen, bei den Bildungschancen von Kindern oder zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. Wir haben als Gesellschaft das Ziel, diese Unterschiede auf ein gerechtes Maß zu reduzieren. Aktuell erreichen wir dieses Ziel jedoch nicht. Im Gegenteil - momentan steigt die Ungleichheit sogar.

Die wachsende Ungleichheit stellt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt eine zentrale Herausforderung dar. Denn wenn die Ungleichheit innerhalb einer Gesellschaft soweit steigt, dass sie von den Betroffenen als ungerecht angesehen wird, entstehen soziale Konflikte. Es bilden sich Risse im sozialen Gefüge und diese gefährden den Zusammenhalt der Bevölkerung. Wir erleben dies seit einiger Zeit nicht nur in Deutschland, sondern auch innerhalb der Europäischen Union und in anderen Teilen der Welt. Welche Ursachen und Folgen haben diese Verwerfungen? Welche Rolle kann die Kirche einnehmen, um Ungleichheit zu reduzieren?

Sichtbar wird diese Ungleichheit beispielsweise an der wachsenden Zahl von Menschen, die in Armut leben. Seit dem Jahr 2010 stieg der Anteil der Personen, die in Deutschland von Armut betroffen sind, von 14,5% auf 15,5%. Im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland ist dieser Anteil noch deutlich höher.

Kinder in Armut
Besonders stark betroffen sind Kinder, deren Familien in Armut leben. Von 2010 bis 2018 erhöhte sich der Anteil dieser Kinder in Nordrhein-Westfalen von annähernd 21% auf über 24%. Somit lebt fast jedes vierte Kind in Armut – ein Zustand, der aus christlicher Perspektive nicht hingenommen werden darf. Mehr zum Thema „Kinder in Armut“ [In Vorbereitung]

Altersarmut
Neben jungen Menschen sind auch alte Menschen einer besonderen Armutsgefährdung ausgesetzt. Zwar ist der Anteil der Alten, die von der Grundsicherung leben müssen, im Bundesschnitt noch gering, doch der demographische Wandel und insbesondere sich verändernde Finanz- und Rentensysteme stellen große Herausforderungen dar. Diese werden in Zukunft noch weiter wachsen. Mehr zum Thema  „Altersarmut“ [In Vorbereitung]

Bildungsgerechtigkeit
Dabei wirkt sich Armut nicht allein auf die ökonomische Situation und die Kaufkraft aus, sondern nimmt Einfluss auf viele weitere Bereiche des Lebens. Im Bildungsbereich bedeutet dies, dass Kinder, deren Eltern von Armut betroffen sind, eine deutlich geringere Chance haben, Abitur zu machen, als Kinder aus wohlhabenden Familien. Auch der Schulabschluss der Eltern wirkt sich auf den Bildungsweg der Kinder aus. Ungleichheit verfestigt sich hier durch mangelnde Chancengleichheit.  Mehr zum Thema „Chancengleichheit“ [In Vorbereitung]

Wachsende Unterschiede zwischen den Regionen
Ungleichheit gibt es nicht nur auf individueller Ebene, sondern beispielsweise auch zwischen Regionen. In großen Städten steigen die Mieten rasant an und trotzdem ziehen junge und gut ausgebildete Menschen aus den ländlichen Regionen in diese Metropolen. Gleichzeitig verschlechtert sich die Lage ehemaliger Industriestädte durch eine Abwärtsspiralen aus kommunaler Verschuldung, hohen Sozialausgaben und fehlenden Mitteln für Investitionen. Im Rheinland kann man all dies finden. Ungleichheit lässt sich hier auf der Landkarte erkennen. Mehr zum Thema „Ungleichheit zwischen Stadt und Land“ [In Vorbereitung]

Die zentrale Frage: Wie können wir diese Ungleichheiten verringern?
Auch wenn nur einige Aspekte genannt wurden, wird deutlich, dass Ungleichheit viele verschiedene Gesichter hat. Sowohl jedes einzelne als auch alle gemeinsam fordern den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft heraus und stellen Fragen an uns. Wodurch werden diese Unterschiede bedingt? Wie können wir diese Ungleichheit verringern? Ein zentraler Aspekt des Themenbereiches „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ ist es, Antworten auf diese Fragen zu finden.

 

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TC, ms / 16.08.2019



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