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Das Bild Zeigt eine Gruppe von Menschen bei einer Friday for Future Demo. Bild: Kathrin S. Kürzinger Bild: Kathrin S. Kürzinger

Kommentar von Till Christofzik anlässlich des globalen Klimastreiks am 29.11.2019

Zusammenhalt im Angesicht des Klimawandels

Beim 4. globalen Klimastreik gehen heute erneut weltweit hunderttausende von Menschen auf die Straße. In Deutschland werden sie dabei dem stürmischen Herbstwetter trotzen, um die Politik zum Handeln gegen den Klimawandel aufzufordern. Was bedeutet die Bedrohung durch den Klimawandel für den Zusammenhalt der Gesellschaft?

Der Klimawandel stellt uns als Menschheit vor eine Herausforderung von bisher unbekanntem Ausmaß. Überwunden werden kann diese Herausforderung nur gemeinsam. Das lässt sich einfach sagen, ist jedoch schwer in die Tat umzusetzen. Denn es bedeutet, dass wir gemeinsame und gerechte Lösungen finden müssen – im Großen und im Kleinen. Gerade deshalb müssen wir es versuchen.

Aktivist*innen von Fridays for Future haben Diskussionen zur Klimagerechtigkeit angestoßen 
Seit mittlerweile über einem Jahr gehen die Aktivist*innen von Fridays for Future jeden Freitag auf die Straße. Sie haben lautstark ihre Empörung und Sorge über die mangelnde Handlungsbereitschaft von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kundgetan und damit viele Unterstützer*innen gewonnen. Ihr Protest wurde in den Parlamenten der Welt gehört und Regierungen wurden unter Zugzwang gesetzt. Trotzdem sind die Ziele des Pariser Klimaabkommens noch in weiter Ferne. Doch nicht nur in Plenarsälen hat der Protest der Klimabewegung für hitzige Diskussionen gesorgt. Auch im Kleinen, in der Familie, am Arbeitsplatz oder in der Kneipe wird über eine gerechte Klimapolitik gestritten.

Wie kann eine gerechte Zukunft für Mensch und Erde aussehen?
Die Frage nach Gerechtigkeit im Angesicht des Klimawandels, nach gerechten Lösungen für alle, ist an diesen Orten komplex und schwierig. Denn was streben wir an? Wo wollen wir hin und wie kann eine gerechte Zukunft für Mensch und Erde aussehen? Die Agenda 2030 sollte die Grundlage der internationalen Staatengemeinschaft zum Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde für nachhaltige Entwicklung sein. Sie gibt darauf eine klare Antwort und beruft sich auf den Grundsatz „Leave no one behind“ – Niemanden zurücklassen! 

Klimagerechtigkeit als Ziel macht viele Einzelschritte notwendig
Es ist ohne Frage schwer und herausfordernd, dieses Ziel in viele Einzelschritte zu gliedern und umzusetzen. Dies zeigt sich im Handeln der Staatengemeinschaft, im Handeln von Unternehmen und Verbraucher*innen und vor allem in globalen sowie regionalen Ungleichheiten. Trotz alledem ist es das richtige Ziel.

... und jeder Einzelne kann etwas dazu beitragen
Ich bin davon überzeugt, dass Gemeinschaft und Zusammenhalt gemeinsame Visionen brauchen, um im Wandel zu bestehen. Wir brauchen die gemeinsame Hoffnung auf eine gerechte Zukunft, um handlungsfähig zu sein. Dabei reicht es nicht, dass wir alle durch den Klimawandels bedroht sind. Wir müssen bereit sein, gemeinsam an einer positiven Vision der ökologischen und sozialen Transformation zu arbeiten, in der jede und jeder einen Platz finden kann. Es ist notwendig, diese gesamtgesellschaftlich auszuhandeln, wenn wir die Spaltung der Gesellschaft verhindern wollen.

Darin steckt für mich die Aufforderung an jede und jeden von uns, Verantwortung zu übernehmen, Diskussionsräume zu öffnen, sich auf Streit und Versöhnung einzulassen und auch bereit zum Verzicht zu sein. Denn – und hier zitiere ich Präses Manfred Rekowski – „Es kann uns nicht beruhigen, dass wir noch so gut dran sind.“

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TC, ms / 28.11.2019



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